Petra
Crew

Sich verstecken ist nicht meine Welt, denn ja, es gibt es ein Leben jenseits der 50. und wie wunderbar gilt: alles dürfen, nichts mehr müssen.

Ich bin quasi über Nacht zur Bloggerin geworden. Dabei macht mir das  Schreiben und Abbilden von Lifestyle-Themen  mindestens ebenso viel Spaß, wie das gelegentliche Modeln und Schauspielern.

Und letztlich war es der wunderbare Begriff „Topagemodel“, der mich auf den Blog aufmerksam gemacht hat.

Es wird viel geredet, aber: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Wenn nicht jetzt, wann dann?  Was sind die Dinge, die persönliche Welt wirklich bewegen?

Erst beim Reflektieren (ab einem gewissen Alter) merkt man, was alles schon hinter einem liegt und welcher Erfahrungsschatz darin schlummert. Auf das Positive zurückblicken – ja, aber dennoch weiter kritisch mit der Zeit gehen.

Mein Lebensmotto seit der Kindheit war immer:  „Geht nicht, gibt’s nicht“ (nicht vorschnell  aufgeben) und heute heißt es:  „Lieber mitten  drin, als nur dabei“.

Sich Ziele stecken, typgerechte Nischen finden, Chancen ergreifen und  Spaß haben.   

Bisher (!) hat das Leben es gut mit mir gemeint, denn bis auf orthopädische Probleme wurde ich wenig ausgebremst und konnte fast alle meine Ziele erreichen.

Nach dem Abitur 1979 absolvierte ich 1986 an der Uni Mannheim mein BWL-Studium (Dipl.-Kaufmann), heiratete  „den für mich besten aller Ehemänner“ und trat noch im selben Jahr eine leitende Stelle bei den Amerikanischen Streitkräften (AAFES) im Personalwesen in Stuttgart, später Heidelberg an.

Ich wollte jedoch mehr von der Welt sehen und international arbeiten. Daher wechselte ich 1990  in den internationalen Vertrieb der Knoll AG (= BASF Pharma). Nach Jahren als Länderreferent Japan und Assistentin  der Vertriebsleitung erfolgte schließlich ein 1,5 Jahre langer Auslandseinsatz bei der Tochtergesellschaft in Mexico (wahrscheinlich die beste Zeit meines Lebens). Nach Rückkehr 1996 war es   eine Position im internationalen Projektmanagement, die mich mehrfach um die Erde führte. Ganz „meine Welt“, denn ich liebe Sprachen und fremde Kulturen.

Aber alles hat seine Zeit und man muß auch lassen können. 2001 wechselte ich in die Selbständigkeit und bin seit dem als Vormund (für nicht mehr geschäftsfähige Personen)/ rechtliche Berufsbetreuerin und Verfahrenspflegerin für die örtlichen Amtsgerichte tätig.      Und hier schließt sich der Kreis zum Thema „Alter 50 Plus“.

Die wichtigste Lebensschule allerdings war von Kindheit an der Sport bzw. der Eis- und Rollkunstlauf.

Stundenlanges tägliches Training rund um’s Jahr ließ sich mit Erfolgen kompensieren (u.a.  Teilnahme an den Profi-Weltmeisterschaften 1978 und 1979).  Sicher sind Einzelsportarten sehr vom Konkurrenzdenken geprägt, aber man lernt Durchsetzungsvermögen und Ausdauer.

Später war ich viele Jahre als Vize-Präsidentin des Sportverbandes und auch im Ehrenamt als „Frau im Sport“ engagiert.

Man lernt in dieser künstlerischen Sportart vor allem zu (re)präsentieren und Rollen zu interpretieren, was mir als semi-professional Model heute sehr zugute kommt und meinen Stil insgesamt prägt.

Aktuell sind meine Hobbies eher der Ski- (Alpin und Biathlon) und Wassersport, das Harfe spielen, und  wann immer es die Zeit erlaubt designerisch kreativ zu sein. D.h. Kleidung oder Wohn-Accessoires durch „Up-Cycling“ oder Neukomposition unverwechselbar zu machen.

„Que sera, sera“ … was wird sein? Nun, was kommt, das kommt;  denn

mit fortschreitendem Alter bedeutet dies  auch auf den Körper zu hören. Körpergefühl zu entwickeln, sei es hinsichtlich Fitness/ Gesundheit oder Mode/ Lifestyle.

Ansonsten hat  Renate über das Anliegen des Blogs schon alles sehr treffend gesagt und ich schließe mich gerne ihren Worten an.

Wir sind die „jungen Alten“ und möchten Gleichaltrige und Gleichgesinnte nach Möglichkeit inspirieren und motivieren.

Der Weg ist das Ziel …. Ich würde mich freuen, wenn wir ihn auf „Topagemodel“ ein Stück weit gemeinsam gehen.