Desöfteren bin ich auf der Suche nach einem ganz bestimmten Stück, das sich jedoch trotz vielfältiger Recherche schwerlich finden läßt. Das betrifft nicht nur die Bereiche Mode und Wohnen, sondern auch Kosmetik und Genuß.

Dann heißt es „selbst ist die Frau“ und ich lasse meiner Kreativität freien Lauf und lege auch mal selbst Hand an.

Warum für MODE-Marken mit plakativen Shirt-Aufdrucken Werbung laufen und auch noch ungleich mehr dafür bezahlen? Warum nicht sich selbst zum Aushängeschild machen? Elegant und subtil geht das, indem man bei der Bildbearbeitung ein passendes (Portrait/Oberkörper)-Foto entsprechend verfremdet, z.B. nur einen Schattenriß zeigt.

 

Klassische oder schlichte Outfits werte ich gerne durch einen Hingucker auf; zum Beispiel durch identische Schuhe in zwei unterschiedlichen Farben.  Es finden sich immer mal ein paar preiswerte Modelle, die den Doppelkauf erschwinglich machen.

Mag sein, daß dies nur etwas für selbstbewußte Zeitgenossen ist, denn man spürt die Blicke der Passanten. Während einige schmunzelnde Bewunderung andeuten, zeigen sich andere so irritiert, als ob man „nicht ganz richtig im Kopf ist“ oder zumindest farbenblind. Egal oder?

Wer asymmetrische Momente mag, der greift zur Schere und kürzt z.B. einen  Blusen-/ Shirtärmel oder schlägt sie unterschiedlich hoch um. Symmetrie läßt sich schnell wieder herstellen, in dem man den langen Ärmel einfach hochrollt. Der abgeschnittene Teil kann stylish immer noch als Stulpe dienen.

Apropos Stulpen; nicht nur in Weiß dienen Manschetten  (und Krageneinsätze) als genialer Blusenersatz bzw. verwandeln ein Tagesoutfit schnell in ein Party- oder Ausgehteil (sehr praktisch, wenn man bei Flugreisen auf Kofferzahl und Transportgewicht achten muß).   Und wer es sexy mag: im Sommer die Stulpen einfach auf nackter Haut tragen.

Übrigens: Wenn das Lieblingsteil zu kneifen beginnt, dann z.B. einen langen Reißverschluß am Rücken (bei Hosen entsprechend an der Außennaht) einsetzen und schon hat man 2-3 cm gewonnen. Das sieht nicht nur stylish-exklusiv aus, sondern streckt dank der Längsnaht auch noch.

Farbe in’s Spiel bringen mit auffallenden Schnürsenkeln: sei es klassisch einfarbig mit Leder oder kunterbunt bzw. in pepita schwarz-weiß bei Sport- oder Freizeitschuhen.

Akzente lassen sich auch durch bunte Knöpfe – gleicher oder unterschiedlicher Art – setzen. Alternativ eignen sich dafür auch besondere Materialien wie z.B. Bernstein (leicht via Internet zu bestellen und gar nicht teuer).

 

Auch was das  WOHN-Ambiente angeht, habe ich oft sehr konkrete Vorstellungen und scheitere am Finden.  Hier drei Vorschläge für einen hochwertigeren, frischeren und harmonisierenden  Look.

Ein  Web- oder Naturfaserteppich läßt sich durch eine neue Umrandung z.B. aus Leder-/ Kunstleder statt Stoff aufwerten (schmutzt auch nicht so schnell). Zudem können so Größenverhältisse in Breite/ Länge angepaßt  werden.

Bilderrahmen, Konsolen oder Schranktüren passen nicht mehr zur sonstigen Einrichtung und sollen mal einen anderen Touch bekommen?  Dann mit etwas Geschick ruhig zu DC Fix greifen. Die Farb- und Strukturauswahl ist bei guter Qualität inzwischen sehr umfänglich und preiswerter geht es nicht (einzig in Feuchtbereichen von Küche oder Bad eher bedingt geeignet).  Ein kleines Bad mit unschönen Fliesenfugen läßt sich einfach mit einem wasserfesten Edit-Lackstift (aus dem Schreibwarenhandel) aufpeppen; toll in Rot, Gold oder Silber.

 

Sie lieben Pflanzen bzw. möchten in einen perfekten Garten blicken, aber die Natur „spielt nicht mit“? Kahle oder rostige Stellen (z.B. bei Zypressen, Tannen) lassen sich leicht durch Kunstzweige ersetzen. Auch hier ist die verfügbare Bandbreite groß. Wählt man Grünzeug mit Büten, sollten diese unbedingt nur kleine Blüten (z.B. Lavendel oder Ginster) haben, denn dies sieht echter aus und ist bei Wind und Wetter auf die Dauer widerstandsfähiger.

 

Auch wenn Kosmetikprodukte omnipräsent sind, verwende ich als Peeling gerne eine Eigenkreation. Einfach etwas Reinigungsmilch in die Handflächen geben und dazu einen halben Teelöffel Haferflocken oder noch besser, gemahlene Walnüsse (aus dem Lebensmittelregal) mischen. Dann wie immer kurz einmassieren und mit Wasser oder feucht-warmen Tüchern abnehmen – fertig in 60 Sekunden. Gerade der Restbestand an Walnußölen sorgt beim Reiben für ein perfekt sanftes Massage-/ reizarmes Peelinggefühl.

 

Und schließlich will auch das Auge mitESSEN:  im Lebensmittelhandel (insbesondere für Back-/ Süßwaren) gibt es mittlerweile eßbares Blattgold in vielen Variationen, d.h. von Streupulver bis größeren Plättchen (10 x 10 cm). Der Umgang mit dem hauchdünnen Material  läßt sich schnell erlernen und letztlich sieht der Flitter in jeder Form gut aus.  Zu jedem Anlaß, egal ob fest oder flüssig, mit Sicherheit ein eindrucksvoller Effekt – auch in Silber.

 

Soweit diese kleine Auswahl Anregung für weitere  Kreativ-Ideen ist, würde es mich freuen.

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Petra
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