Die berühmte Bergsteiger-Legende, die alle Achttausender dieser Erde bestiegen hat, einmal persönlich erleben? Das ist einfach möglich, denn R. Messner ist in den Wintermonaten nicht nur auf Leserreise mit Live-Vorträgen, sondern im Sommer auch in seiner Heimat Südtirol bzw. seinen Schlössern und Museen anzutreffen.

Zu nennen wären hier die Orte:  Corones, Firmian (Schloß Sigmundskron, Bozen), Dolomites, Juval, Ripa und Ortles. Alle MMMs (Messner Mountain Museums) sind unterschiedlichen Schwerpunkten gewidmet. Ortles, das 1.900 m hoch liegt,  z.B. dem Thema Gletscherwelten, Eis und Schnee (einschl. Pol-Expeditionen).   Alle sind zusammen mit Stararchitekten entworfen und wahre Fenster zum Himmel.  Nähere Infos dazu unter:

http://www.messner-mountain-museum.it/

Auf Schloß Juval (in Naturns, Auffahrt nur per Bus-Shuttle) ist sein Sommerwohnsitz,  wobei einzelne Burgteile und Räume besichtigt werden können. U.a. sind dort Ausrüstungsgegenstände, Expeditionsfotos, Bibliotheken und Original-Kulturgut (Kunstsammlungen aus Indien und Nepal)  seiner Exkursions-Abenteuer zu sehen. Und manchmal auch er selbst; sei es im Rahmen von besonderen Museeumsführungen  oder öffentlichen Gesprächsrunden im Schloßhof am Lagerfeuer oder beim Essen in seinem Restaurant.

Mit im Reisegepäck hatte er nach eigenen Angaben stets ein Stück Heimat, nämlich ein paar lange haltbare Vintschgauer-Brote.

 

Ein Gipfeltreffen der besonderen Art ist der jährliche Yak-Auftrieb ab Sulden (Talstadion der Gondelbahn) am Fuße des 3.905 m hohen Ortlers.

Fast überpünktlich (schon kurz vor 09.00 Uhr) macht sich R. Messner (Jg. 1944, d.h. inzwischen 73 Jahre alt) mit 12 seiner Yaks auf den Weg zu den „Hochweiden“.

Je nach Schneelage, erfolgt die Rast nach ca. 40 Gehminuten auf Höhe der Mittelstadion.

Anschließen kann sich jeder, sofern er den Anweisungen der begleitenden Hirten folgt. Denn die Yaks seiner kleinen Zucht sind im Sommer wild lebende Tiere, die sich ihrer Stärke wohl bewußt sind. Zudem sind sie Flüchter und in der Begleitung von Jungtieren leicht reizbar.

Gemächlich geht es hinan, nur wenige Male ertönt  seine Stimme, um die Yaks auf dem steinigen Pfad zu halten. Messner selbst, der eine angenehm sonore Stimme hat, ist eher ein stiller Typ Mensch, der nur bedingt die Öffentlichkeit sucht.

Das zunehmende Drängen der begeisterten Mitwanderer im Rahmen der Signierstunde ist ihm sichtlich unbehaglich, dennoch erfüllt er geduldig alle Autogrammwünsche  … auch auf Rucksäcken.

Dann geht es weiter und ab einer gewissen Höhe – je nach Schneegrenze auf etwa 2.300 m Höhe – entlang eines Gletscherbaches läßt er die Tiere für die nächsten zwei Monate selbständig ihren Weg finden. Blickt man ihnen nach, ist es schon erstaunlich, daß sie in der kahlen Gegend genügend Futter finden.  Sie sind von Natur aus eben perfekt an das Hochgebirge angepaßt.

Vor dem Abstieg legen wir nach Bergsteigersitte noch einen Stein auf die Steinpyramide um  Schutz und Gnade der „Berggötter“  zu erbitten.

 

Wer bei dem Gratis-Event dabei sein will: der nächste Yak-Auftrieb – einschl. Signierstunde  – findet am 27.06.2018 in Sulden statt.  https://www.reinhold-messner.de/

Abschließender Tipp:  Neben seinem Museum in Sulden gibt es das urige Restaurant „Yak & Yeti“ , das auch einige Gerichte aus Yakfleisch anbietet, z.B. Yak-Carpaccio  oder  Yakwurst.

 

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Petra
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