Otto Gerhard Waalkes , geb . am 22. Juli 1948 in Emden, meist nur OTTO genannt, ist als  Komiker, Comiczeichner, Musiker, Schauspieler, Regisseur und Synchronsprecher bekannt.

Nach dem Abitur 1968 am Gymnasium für Jungen in Emden, nahm er an der Hochschule für bildende Künste Hamburg ein Kunstpädagogikstudium auf, übte den Lehrerberuf jedoch nie aus.

In Hamburg wohnte er in der legendären Wohngemeinschaft „Villa Kunterbunt“ mit vierzehn Mitbewohnern, unter ihnen Udo Lindenberg und Marius Müller-Westernhagen.

 

Waalkes, der bis 1999 mit „Manu“ Ebelt verheiratet war, hat einen Sohn namens  Benjamin Karl Otto Gregor (geb. 1987), der eine internationale amerikanische Schule besuchte. Ben ist um einiges größer als der Vater, hat aber unverkennbar seine Augenpartie.

Auch die im Jahr 2000 geschlossene Ehe mit der  Schauspielerin Eva Hassmann scheiterte.

Heute wohnt der Tee-Liebhaber m.W. in Hamburg-Blankenese, kommt jedoch auch gerne in seine Heimatstadt Emden zurück, wo auch sein Bruder lebt. Dort finden seine Fans auch das „Otto Museum“https://ksh.wikipedia.org/wiki/Otto-Huus

Viele Otto-Sketche, Parodien, Lieder, Filme, Reime und Geräusche sind fast so etwas wie Kulturgut geworden und werden sowohl von Erwachsenen als auch von Kindern gerne  zitiert.“  Die bekannteste von Waalkes gezeichnete Comicfigur ist der Ottifant.  https://www.ottifant.de/

2015 feierte der Friesenjunge sein 50-jähriges BühnenjubiläumOtto – geboren um zu blödeln …und demnächst ggf. in’s Dschungel Camp  einzuziehen – Gerüchte, aber wer weiß?

 

Unglaublich, daß dieser agile Mann kurz vor seinem 70. Geburtstag steht.  Seine aktuell erschienene Autobiografie: «Kleinhirn an alle» ist alles andere als ein Scherzartikel, sondern bietet neben seiner Biografie auch Tiefgang, Kulturgeschichte und Gesellschaftsanalyse.

Viele seiner Kollegen spielen eine Rolle, Otto aber ist in jeder Situation authentisch; er spielt einzig sich selbst; die Bühne ist sein Ort der Selbstverwirklichung. Er selbst bezeichnet sich selbst gerne als „homo ludens“ – spielender Mensch.

Auf einem Nachtflug von Miami nach Frankfurt habe ich in der Business Class einmal zufällig in der Sitzreihe neben ihm gesessen.  Scheinbar ist er nie ohne ein Base-Cap und seiner Gitarre unterwegs. Steht man neben ihm ist er noch kleiner (ca. 1,70 m) und zierlicher als gedacht; nur im Gesicht ist er etwas fülliger geworden. Wie auf der Bühne trägt er helle Röhrenjeans und ein leichtes Sommersakko. Schon auf dem kurzen Weg vom Einstieg zum Sitzplatz erkennt man ihn an seinem bewegungstypischen Habitus und seine blauen Augen blicken munter in die Runde. Die Nacht vergeht „wie im Flug“ und morgens um 06.00 Uhr bei Ankunft ist er schon wieder hell wach.

Vor der Paßkontrolle teilt sich die Warteschlange in EU- und Nicht-EU-Bürger. Nicht jeder Passagier erkennt dies zu frühester Morgenstund‘ sofort. Otto schon, und er versucht die betroffenen Asiaten mit sanfter Kicher-Stimme in seiner unvergleichlichen Art darauf aufmerksam zu machen.  Als diese verstehen, stößt er unwillkürlich einen kleinen „Holdrio-Jodler“ aus und deutet nickend auf die Beschilderung. Als die Betroffenen sine Gesten und Töne etwas irritiert registrieren, wird die Schlange vor ihm kürzer und spontan lupft er links-rechts die Knie und springt einen kleinen Spreizsprung. Als verstohlenes Gelächter unter den Mitreisenden aufkommt,  setzt er noch ein „Juchzer“ drauf … lächelt, zückt vor den Grenzern ein altmodisches Klapp-Mäppchen  (offensichtlich mit Paß) und verschwindet flugs in Richtung Gepäckband.

Seine witzige Natürlichkeit, Klugheit und Schlagfertigkeit ist und bleibt sein Markenzeichen.

Alles Gute zum 70. Geburtstag !!  – Witz und Esprit haben eben kein Alter !

Petra
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