Für viele ist Silvester ohne Raketen, Knaller und bunte Lichteffekte kaum vorstellbar. Dabei reicht die Geschichte des Feuerwerks schon mehr als 1.000 Jahre zurück. Lange war diese Tradition jedoch ein Vergnügen, das den Reichen vorbehalten blieb.

Ein wichtiger Bestandteil der Feuerwerkskörper, die wir heute kennen und zum Jahreswechsel in jedem Supermarkt kaufen können, ist das Schwarzpulver. Vor rund 1.200 Jahren wurde das Pulver in China erfunden, das auch heute noch der größte Produzent und Exporteur von Feuerwerkskörpern ist. Vermutlich waren es taoistische Mönche, die im Auftrag des Kaisers eigentlich nach einem Elixier der Unsterblichkeit suchten. Über das Ergebnis der explosiven Kombination aus Kohle, Schwefel und Salpeter dürften auch sie zunächst überrascht gewesen sein.

Ursprünglich diente das knallende Gemisch kriegerischen Zwecken und dem Versuch böse Geister zu vertreiben, natürlich ohne Farbeffekte.

 Im 14. Jahrhundert brachten arabische Händler das Feuerwerk schließlich nach Europa.  Besonders in der vergnügungssüchtigen Zeit des Barock gehörte es an den europäischen Höfen bald traditionell zum guten Ton der Gästeunterhaltung. Vor allem italienische Feuerwerker, die immer wieder neue flammende Motive und Geräuscheffekte erfanden, brachten es zu Ruhm und Ansehen.

Im Lauf des 19. Jahrhunderts wurde die Feuerwerk-Ttradition zunehmend zu einem öffentlichen Vergnügen. Feuerwerksvorführungen begeisterten das Publikum in den großen europäischen Städten zu Silvester und zu weiteren besonderen Anlässen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kamen dann erste Feuerwerkskörper in den freien Verkauf für Jedermann.

Inzwischen treffen sich die besten Pytrotechniker alljährlich um ihren Weltmeister zu ermitteln. Den Titel bereits mehrfach gewonnen hat der Tiroler Pyro-Profi Armin Lukasser.

Auch dieses Jahr werden seine kreativen Raketen- und Klangversionen in Kitzbühel (01.01.2019) und St. Johann (31.12.2018) am Fuße der Skihänge um 19.00 Uhr wieder gratis zu sehen sein. Umrahmt von Darbietungen und Fackelläufen der Skischulen einfach phantastische 30 Minuten.

Die Erfolgsgeschichte des Feuerwerks findet in den letzten Jahren jedoch auch immer mehr Kritiker, die vor dem Hintergrund des Umwelt- und Tierschutzes dazu mahnen, kein ausuferndes Feuerwerk zu Silvester zu veranstalten. Auch Hilfsorganisationen rufen regelmäßig dazu auf, Geld für wohltätige Zwecke zu spenden, anstatt es für Feuerwerk auszugeben.

Auch gibt es immer mehr Städte die Privat-Feuerwerke und Kracher aus Brandschutzgründen inzwischen – zumindest in den Innenstädten – gänzlich verbieten. In Deutschland sind dies z.B. Gosslar, Hildesheim, Quedlinburg, Celle, Wustrow etc. In Nachbarstaaten wie den Niederlanden (z.B. Hilversum) und Österreich (z.B. Innsbruck) sieht es ebenso aus.  Also nicht wundern, wenn es um Mitternacht eher dunkel bleibt. Auch im Gebirge und an Küsten sind die bunten Knaller oft aus Sicherheitsgründen untersagt (das Abfeuern einer roten Kugel steht als Notsignal).

Mein Tipp, wenn es zu Silvester mal was Ausgefallenes sein soll:

Ein 24-Stundenausflug nach Spitzbergen; ja, das gibt es wirklich.

Der AirBerlin-Flug in Kooperation mit Eclipse-Reisen startet am Morgen des 31.12. in Düsseldorf und landet nach gut vier Stunden auf Svalbard. Es folgt ein entsprechendes Programm samt Übernachtung. Zurück geht’s am Nachmittag des 01. Januar.

Man sollte sich aber darüber im Klaren sein, daß es vor Ort in Longyearbyen eigentlich immer dunkel und das Wetter selten stabil ist. Sollte es aber sternenklar sein und das süße Mondlicht auf die unendliche Schneelandschaft scheinen, mit und ohne Eisbär-Sichtung ein spektakuläres Erlebnis (Kosten rund EURO 2.000.- p.P.)

Achtung: Obwohl Spitzbergen zu Norwegen gehört, benötigt man für das Territorium Spitzbergen einen Reisepaß. Mit Sicherheit das nördlichste Feuerwerk der Welt.

oder  mit dem „Majestic Imperatorsechs Stunden durch Wien und Umgebung. Der Zug startet gegen 20.00 Uhr und unterbricht seine Fahrt für ein ausgiebiges Feuerwerksspektakel auf einer Donaubrücke. Die kaiserlichen Salonwagen sind stilecht ausgestattet; Speiß und Trank lassen es an nichts fehlen (Kosten p. P. ca. € 400.-) Für dieses Jahr ist das Event m.W. allerdings schon ausgebucht.

Zum Anstoßen gehört natürlich auch das passende Getränk. Ein Rose-Sekt/ Champagner geht immer. Aber wie wär’s z.B. mal mit Birken-Sekt (meist aus Schweden und sehr trocken) oder Champagner-Bier (ebenfalls Flaschengärung und angenehm fein-perlig. Einfach mal im Internet recherchieren, dann wird man schnell fündig. Ich liebe alle drei Varianten!

Mein Mann und ich planen meist eine Kombination: erst ein abendliches Feuerwerk, gefolgt von einem privaten Essen und dann ein stilles Anstoßen auf einer Hütte mit Talblick.

In diesem Sinne: egal wo und wie Sie anstoßen, ob laut mit vielen Freunden oder besinnlich zu Zweit, wünscht Ihnen Topagemodel     Alles Liebe und Gute für 2019.

Bleiben Sie uns gewogen und schenken Sie uns Ihr Feedback!

Petra
Author

Write A Comment