10 Zitate entnommen aus dem Cover bzw. der Biographie „KARL“ von Paul Sahner, mvgverlag 2015

https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Lagerfeld

  1. Mein Alter ist mir absolut Wurst. Ich fühle mich jung, so oder so.
  2. Als Kind wollte ich Konditor werden. Aber meine Mutter verbot es mir mit der Begründung: „Kommt nicht in Frage, macht dick.“
  3. Kinder machen Lärm und können enttäuschend sein. Ich gebe allen Kindern, die ich treffe, denselben Rat, den ich als Kind bekommen habe. Entweder du machst auf erwachsen oder du hältst gleich den Mund.
  4. Es genügt, die Bunte zu lesen, und schon weiß man, wie es im Leben zugeht. Im Grunde sind das alles ziemlich disziplinlose Leute auf einem Egotrip, die da vorkommen. Die meinen, sie wären wichtig. Dreiviertel von diesen Leuten sieht aber gleich aus. Man kann sie kaum voneinander unterscheiden. Und sie haben meistens blonde Frauen. Das sind die Opfer. Weil sie gewechselt werden, vor den Wechseljahren.
  5. Ich bin keine Opfernatur, bestehe nur aus Egoismus, bin auch niemandem für etwas dankbar. Dankbarkeit ist ein klebrig-mittelmäßiges Gefühl.
  6. Nur wenn man Wortspiele in vier Sprachen beherrscht, wird die Unterhaltung amüsant.
  7. Ich habe mit Kunden überhaupt nichts zu tun. Ich bin kein Boutique-Verkäufer.
  8. Ich brauche keinen Psychoanalytiker. Ich gebe ja Interviews.
  9. Manchmal schaffe ich 26 Ringe auf einmal, aber dann müssen auch die Daumen dafür herhalten.
  10. Schränke, Schränke, Schränke mit identischen Sachen drin, mit Hunderten von weißen Hemden. Das ist der Höhepunkt des Luxus. Am Tag zweimal ein sauberes Hemd anzuziehen, das wunderbar gebügelt ist, und nur weiße Unterwäsche, die ich meistens nach einem Mal wegschmeiße. Ich habe eine endlose Auswahl: Weiße und schwarze Socken, schwarze Schuhe, schwarze Hosen und plötzlich wieder weiße Anzüge. Früher trug ich alles schwarz, 10 Jahre lang. Die Anzüge sehen auch alle ähnlich aus, nur wechselt jetzt öfters Schwarz und Weiß. Meine Kleiderschränke sind wie Scherenschnitte.

KARL Lagerfeld stand/ steht für sich … dem ist nichts hinzuzufügen.

In Memoriam KARL

 

Petra
Author

2 Comments

  1. Avatar

    Gerade letzte Woche lieg eine Reportage im Fernsehen. War sehr interessant. Es ging um den Weg vom Gedanken bis hin zur fertigen Kollektion. Es wurde viel innerhalb Chanels gezeigt, Karl hat viele erzählt … RIP Karl.

    • Petra
      Petra Reply

      Ja, Tanya, einige der Reportagen habe ich gesehen und ich denke in seinem Fall schoß das fertige Modell aus dem Kopf direkt auf das Papier. Bevor er groß nachbesserte, hat er die Designidee ehr ganz verworfen oder erst viel später perfektioniert.
      Und je häufiger ich Originalaufnahmen von Coco Chanel sehe (die ebenfalls so hart und kurzatmig frz. sprach), umso mehr sehe ich Parallelen und Gründe für die Entwicklung im Hause Chanel.
      J.-P. Gaultier habe ich auf einer Fashion Show mal näher gesehen, KARL leider nicht (kenne nur das ehemalige Familienanwesen in HH). Mein favorisierter Designer ist seit einigen Jahren Dries van Noten.

Write A Comment