Immer diese Schlepperei, auch Tag der „langen Arme“ genannt. Insbesondere im Sommer können jegliche Einkäufe/ Besorgungen anstrengend und schweißtreibend sein. Aber mehr noch, denn erhöhte Belastung bzw. Überlastung und Fehlhaltungen beim (einseitigen) Tragen können massive orthopädische Beschwerden verursachen. Und jünger werden wir ja alle nicht.

Transporthilfen gibt es zwar schon lange, allerdings sahen diese immer recht altmodisch aus und hatten ein „Oma-Image“.  Ich gebe zu, auch ich habe mir bisher geschworen, so etwas ziehst Du nicht hinter dir her.

Zufällig bin ich kürzlich auf einer Messe auf neue Trolley-Modelle gestoßen, die es wahrlich in sich haben und echt praktisch erscheinen. Schließlich sollen wir uns regelmäßig bewegen und das Auto auch mal stehen lassen. Aber mal eben ohne Auto größere Vorräte beschaffen ist mühsam und dürfte auch angesichts der Parkplatznot in den Innenstädten und Fußgängerzonen-Erweiterungen zunehmend ein Problem werden. Es sei denn, Sie haben einen kleinen Helfer, der jetzt auch noch äußerst vielseitig und dekorativ daherkommt.

Zwei oder vier Räder? Ziehen oder schieben? Z. B. der Gimi Einkaufstrolley „Twin“ läßt Ihnen die Wahl. Er kann bis zu 30 Kilogramm beladen werden und ist bei verschiedenen Anbietern für ca. EURO 50.- zu haben. So kann man seinen Körper insbesondere im Schulterbereich durch Abwechslung optimal be- und entlasten.

Das nächste Model „Carlett 700“ bietet neben Stauraum auch eine Sitzmöglichkeit mit Bremse. Wer nicht gut bei Puste oder „in anderen Umständen“ ist, wird diese immer verfügbare Pausenstation zu schätzen wissen. Das Modell ist mit über EURO 100.- allerdings nicht ganz billig.

Noch besser ist m. E. die Treppensteiger-Version des „Gimi Tris Floral“, der schon ab EURO 40.- zu kaufen ist. Nicht nur Bürgersteigkanten, sondern auch Treppenabsätze sind damit relativ leicht zu überwinden. Praktisch sollte dieses Modell für Bewohner von Hanglagen sein und als Notprogramm, wenn mal der Fahrstuhl streikt.

Sprichwörtlich der Knaller ist das faltbare Modell „Knalla“. Der bequeme Tausendsassa kann zwar nur 20 kg tragen, ist aber leicht und platzsparend. In der Tat ist der Name Programm, denn der flexible Einkaufstrolley ist m.W. bei Ikea zu haben. Getreu dem Motto: wenn’s mal etwas mehr wird oder man sich ein Sonderangebot nicht entgehen lassen will.

Chic geht natürlich auch: z.B. mit einem sehr belastbaren (bis 60 kg) Korb-Trolley (z. B. von Manufactum oder Andersen). Für das hochwertige, stabile Material muß man allerdings zwischen 70.- und EURO 180.- hinlegen.  Dafür läßt er sich auch als rollender Picknick-Korb oder stilvolle Wäschebox verwenden. Ein Sondermodell ist der Kaminholz-Trolley. Er sieht nach meiner Auffassung nicht nur sehr stylish aus, er hat zweifelsohne auch seine Vorzüge beim Stapeln und Transport von sperrigen Stücken von der Lagerstelle in die gute Stube.

In vielen Farben erhältlich und dekorativ ist meine Favoriten-Version eines Kühl-Trolley. Der „Roiser Einkaufsroller DOS +2“ hat ein Thermofach und kann mit maximal 40 kg belastet werden. Von den Maßen her ist er mit 38 x 26 x 64 Zentimeter aber eher klein. Dafür ist die rollende Strand-Bar z.B. bei Amazon schon um die EURO 70.- zu haben.

 

Da ich die genannten Produkte bisher nicht selbst benutzt oder getestet habe, kann ich dieses Mal keine explizite Empfehlung für das ein oder andere Modell geben. Die beliebige Auflistung soll lediglich eine Anregung zur individuellen Bedarfsprüfung geben. Nach meinen allgemeinen Erfahrungen mit solchen Vehikeln kann es aber grundsätzlich von Vorteil sein, wenn die Räder nicht zu klein sind. Dies gilt insbesondere, wenn man größere Distanzen oder schlechtere Wegstrecken damit zurücklegen muß. Einge Trolley-Typen kann man übrigens auch an ein Fahrrad anhängen.

Apropos Erfahrungen: Es gibt auch Leute, die verwenden ihren Einkaufsroller als allgegenwärtigen, unauffälligen Banksafe. Das klingt widersinnig und Sie können das nicht glauben? Mir ging es ebenso, bis ich es selbst erlebt habe. Hier die Story zum Thema:

Die betagte Dame beschuldigte ihre Familie stets ihr Geld gestohlen zu haben und dieses für Luxusreisen etc. zu verschwenden. Alle waren davon peinlich berührt und versicherten, daß dies nicht der Fall sei. Aber wo war das vom Konto abgehobene Geld geblieben? Eines Abends erhielt ich einen Anruf von einer Nachbarin der Dame, die mir aufgeregt mitteilte, daß sie zu wissen meine, wo das Geld sei. Nämlich in dem Einkaufsroller, der sich in der Besenkammer befinde und mit dem Frau X. auch regelmäßig einkaufen gehe. Manchmal habe sie den Trolley aus Vergeßlichkeit auch schon irgendwo stehen lassen . Daraufhin hatte ich mit einem neutralen Zeugen die Wohnung der Dame aufgesucht und … in der Tat war der Trolley bis zur Hälfte mit Geldnoten gefüllt. Zunächst zeigte die alte Dame wenig Einsicht, willigte schließlich jedoch ein, uns zur Sicherung des Geldes zur Bank zu begleiten. Sprachlos wurden die Scheine zweimal in die Zählmaschine gelegt. Es waren sage und schreibe rund EURO 134.000.-

Es versteht sich, daß die Geschichte nicht zur Nachahmung empfohlen ist und selbst der beste – teils abschließbare – Trolley für viele Zwecke dienen mag, aber mit Sicherheit nicht als Depot von Wertgegenständen.

Petra
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