Kaum jemand steht so für diese Epoche wie die englische Schriftstellerin Jane Austen (1775 – 1817).  https://de.wikipedia.org/wiki/Jane_Austen

https://en.wikipedia.org/wiki/Jane_Austen

Ihre Romane sind seit ihrem Erscheinen unausgesetzt lieferbar und werden von Generationen von Lesern geliebt und begeistert verschlungen.  Liebe und Standesgrenzen waren stets das beherrschende Thema, geheiratet hat sie selbst nie. Geboren wurde Jane Austen als siebtes Kind einer Pfarrers Familie in Steventon (Hampshire). Später lebte sie in Bath und Chawton. Die Familie war sehr belesen und gebildet, und schon als junges Mädchen begann Jane zu schreiben. Bekannte Bücher sind z.B. „Northanger Abbey“, „Emma“, „Stolz und Vorurteil“, „Geliebte Jane“, die Watsons“ und so weiter.

Mangels ausreichender Mitgift war sie zeitweilig als Hauslehrerin und Gouvernante tätig. Sie verstarb im Juli 1817 mit nur 41 Jahren und wurde in der Kathedrale von Winchester beerdigt.

Die Sitten der Epoche waren streng und alle ihre Werke gewähren Blicke hinter die Fassaden der prunkvollen Herrenhäuser. Konventionen und Etikette erzählen davon, was Mann durfte, Frau aber nicht (zum Beispiel Romane schreiben).

Vor diesem Hintergrund finden alljährlich an verschiedenen Orten dieser Welt (hauptsächlich in England und den USA) Hausbälle, Tanzvergnügen und Tea Times statt. Einer davon in der Ansbacher Residenz bzw. der Orangerie im wundervollen Schloßpark. Alle Teilnehmer sind dann nicht nur zeitgemäß gewandet, sondern pflegen auch die zeitgenössische Sprache und den Wandel im Park.  Und selbstverständlich fährt man mit der Kutsche vor.  Wer einmal dabei möchte, kann unter : http://www.jane-austen-dances.de/austen-1.html mehr  Informationen finden. http://www.jane-austen-dances.de/

Das Besondere an dieser Veranstaltung ist übrigens, daß man sich nicht nur für einen Tag trifft, sondern schon einige Tage zuvor. So kann man sich besser in diese Zeit versetzen und an einem ausgiebigen Training historischer Tänze teilnehmen. Meist sind dies Reihen-Tänze wie die z.B. der Quadrille. Dabei werden die Calls und Anweisungen in deutscher und englischer Sprache gegeben. Eng umschlungene Paartänze waren seinerzeit natürlich verpönt und man warf sich allenfalls verstohlene Blicke zu.

Desweiteren finden Kurse über die Anstands- und Benimmregeln dieser Zeit statt.  Man sprach leise und sonor; Frauen beteiligten sich an einer Gesprächsrunde nur, wenn sie angesprochen wurden oder sie unter sich waren. Selbstverständlich lief nach übermäßigen Alkoholgenuß auch damals was aus dem Ruder, was man dem Adel stets nachsah, den unteren Schichten eher nicht. Eifersüchteleien unter den männlichen Bewerbern endeten meist mit Pistolen-Duellen.

Dementsprechend war auch die Kleiderordnung geregelt. Kaum zu glauben, aber erst in dieser Zeit wurde die Unterhose fester Bestandteil der Mode/ Kleidung. Als stylish galten Rüschen, Schleifen und Pelerinen; die Damenröcke waren nur knöchellang.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kleidermode_der_Restauration_und_des_Biedermeiers

Die Männer trugen Gehrock (bis zum Oberschenkel) und Frack, darunter meist eine taillierte Weste. Dazu vor allem einen hohen Zylinder und individuell gebundene Halstücher oder steife Kragen.

Abschließend noch ein paar Eindrücke vom Ballabend; die Musik spielt schon … für wahr eine kleine Zeitreise. Einmal mehr stimmt der Spruch „Kleider machen Leute“, denn in einem solchen Outfit bewegt man sich gleich viel gelassener und anmutiger.

 

Petra
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