WO BIN ICH ?   Lassen Sie sich von der kleinen Bilderserie inspirieren und Sie werden schnell darauf kommen:

ER ist der größte See Italiens und sein antiker Name lautet Lacus benacus. Er hat eine Länge von 51 Kilometern und ist bis zu 346 Meter tief. Malerische Städtchen säumen sein Ufer. Mitten im See gibt es eine Privatinsel, die der Adelsfamilie Borghese gehört und auf der sich u.a. ein Schlösschen im neugotisch-venezianischen Stil befindet (zeitweilige Besuche möglich).

Sein Hauptzufluß ist der Sarca, sein Abfluß, der Mincio, der später in den Po fließt. Seine Ufer sind meist steinig; neben den Kieselstränden findet man aber auch Sandstrände wie den Spaggia dei Pini.

Die gesamte Region ist sowohl Wassersport-Eldorado, als auch Kletter-, Wander- und Radsportparadies (geradezu spektakulär in den Fels reingehauen ist die alte Strada del Ponale, die am Nordufer startet). In seiner Umgebung findet man traumhafte Gärten und an seinen Hängen wachsen neben Oliven und Zypressen sogar Zitronen.

Auf den Höhen des Ostufers gibt es zudem ein geheimnisvoll ausgestorbenes Dorf. Wenn man sich Campo di Brenzone auf einem alten Maultierpfad erwandern möchte, sollte man jedoch auf gutes Schuhwerk achten. Die ohnehin schlechte Schotter-Straße endet im Nirgendwo, d.h. abseits von jeglichen Touristenströmen. Am Ortseingang, direkt an einer Quelle – dem ehemaligen Waschplatz – auf ca. 1.000 Meter Höhe gelegen, bietet eine ältere Dame den Durstigen gelegentlich Getränke an. Am Ortsende befindet sich eine weitere kleine Bar.

Die Erkundung des winzigen fast unbewohnten „Geisterdorfs“ vermittelt eine etwas unheimliche Atmosphäre. Ausgetretene Wege und enge Gassen führen bergauf und bergab.  Wilder Wein und Efeu haben große Teile des Dorfes erobert und laden zum Träumen ein. Hinter Portalen und Steinbögen finden sich immer neue Überraschungen. Z.B. die Schönheit der kleinen spät-romanische Kirche „San Pietro in vincoli“, die malerisch im Schatten einer großen Zypresse steht.
Lediglich zwei Familien halten die Stellung. Aber langsam geht es wieder aufwärts. Eine Stiftung hat sich für den Erhalt und die Wiederherstellung des schön gelegenen Dorfes stark gemacht und einige Gebäude erworben. Die Sanierung eines Hauses für Künstler, in dem Werkstätten und Ausstellungen beheimatet sind, ist bereits abgeschlossen.

Wer es noch einsamer mag, Stille und klösterliche Einkehr sucht, der findet Aufnahme in der hoch über dem See gelegenen „Eremo di San Giorgio“ – ganz ohne TV und Handyempfang.

Waren Sie schon einmal dort?  Wenn nicht, hier noch ein paar Impressionen die süchtig machen können:

Selbst im September und Oktober kann man den Spätsommer in der Regel noch in vollen Zügen genießen. Und sollte es einmal regnen, dann besuchen Sie doch einfach die verwunschene Garten-Villa des Dichters Gabriele d’Annunzio, die heute ein kurios anmutendes Museum ist. D’Annunzio war übrigens ein klassischer Dandy und so kommen auch Fashionistas auf ihre Kosten.

Ciao e buon viaggio !

Petra
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