Schon Ramses I. wusste von den Qualitäten der Äpfel und ließ sich täglich einen Korb der Früchte bringen. Trotz starker Konkurrenz – z.B. Kiwis und Avocados – ist der Apfel auch heute noch das rund um’s Jahr am häufigsten gekaufte Obst in den deutschen Supermärkten. Immer wieder liest man, daß seine Inhaltsstoffe u.a. Diabetes- und Fettstoffwechselstörungen senken, Alzheimer sowie Parkinson vorbeugen und die Herzgesundheit stärken.

Es gibt Gelbe, Grüne, Rote; Erdäpfel, Augäpfel, Adamsäpfel, Pferdeäpfel, etc. … kleines Wortspiel, aber Spaß bei Seite. Von Braeburn (mein Lieblingsapfel), Jonagold, Boskop über Elstar, Gloster, Idared bis zu Delicious, Gala, Granny Smith oder Pink Lady. Es gibt sogar welche mit rotem Fruchtfleisch. Von den 20.000 existierenden Apfelsorten spielen in Mitteleuropa allerdings nur 30-40 eine Rolle.

Äpfel zählen zu den ältesten Kulturfrüchten. Funde von wilden Äpfeln soll es bereits 6500 vor Christus im heutigen Anatolien gegeben haben und auch am Bodensee wurde dieses Obst schon vor über 1000 Jahren angebaut. Weitere wichtige Apfelregionen sind das „Alte Land“ an der Niederelbe sowie Südtirol.

Ein Apfel pro Tag hält gesund“ bzw. „an apple a day keeps the doctor away„. Fast richtig. Laut wissenschaftlichen Untersuchungen sollten es zwei, besser drei sein. Im Zentrum steht dabei das „Quercetin“, eine zu den Phenolsäuren/ Flavonoiden zählende Substanz. Sie liefern ferner viele Vitamine und sind voller gesunder Bakterien, die das Immunsystem und Darmflora stärken.

Aber viel wichtiger: sie haben kaum Kalorien, können lange gelagert und vielseitig verarbeitet werden. Gelees, Chips, Liköre, Säfte, Weine, Essige, zu Fleisch, Fisch, Wild, in Salaten, als Mus, in Chuttneys und natürlich als Kuchen/ Süßspeise. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Besonders gerne esse ich sie klein geschnippelt in Eierpfannkuchen und als gemischtes Apfel-Mango-Mus. Außerdem geht im Sommer nichts über einen prickelnd-erfrischenden Apple-Cider; im Winter einen wärmenden Apfel-Punsch.

Der Herbst naht und mit ihm die neue Apfelernte. Sicher hat jeder so sein eigenen Rezepte, aber hier dennoch drei Vorschläge für eine Tarte, einen Smoothie und einen Salat.

Sogar APFELKUCHEN stärkt das Immunsystem; das glauben Sie nicht? Äpfel enthalten – abgesehen von Vitamin D – alle bekannten Vitamine. Da Vitamin D aber auch über Butter aufgenommen werden kann, ergibt dies eine perfekte Genußmischung – vor allem Gaumen und Seele.

Rezept:  175 Gramm Butter, 3 Eßlöffel Zucker, 1 Eigelb, etwas saure Sahne und Backpulver sowie 200 Gramm Mehl verkneten und ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Anschließend vier bis fünf Äpfel vierteln, schälen, entkernen und in Scheiben schneiden. Teig in eine flache Backform geben und am Rand etwas hochziehen. Dann die Apfelscheiben von innen nach außen fächerartig belegen. Dann bei 175 Grad (je nach Ofen) 35 – 45 Minuten backen. Sollten die Äpfel vorzeitig bräunen, einfach mit etwas Backpapier abdecken. Wer mag, kann die Äpfel nach dem Backen mit etwas Aprikosenmarmelade bestreichen. Ich liebe auch die Variante mit Wein- oder Cidergelee.

Ebenso mag ich den österreichischen Apfelstrudel, aber den Teig so dünn auszuziehen, daß  man fast hindurchsehen kann, will mir nicht gelingen; da esse ich ihn lieber vom Fachmann vor Ort. Dann am liebsten warm mit Vanillesauce.

Im Urlaub an der bretonischen Küste gönne ich mit oft eine Apfel-Galette (eine Art herzhafter Crepe bzw. Buchweizenpfannkuchen).

Für den SMOOTHIE – pro Portion – zwei Äpfel waschen und klein schneiden und dann zusammen mit einer Banane und einem Schuß O-Saft in den Mixer geben. Nach ca. 5 Sekunden den Mixer wieder anhalten und den Rest des Orangensaftes (200 ml), 50 ml Wasser und ggf. 3-4 Eiswürfeln hinzufügen. Je nach Geschmack ggf. mit Minzblättern oder einer Prise Muskat garnieren. Alternativ funktioniert auch die Beimischung von ein paar Trauben oder etwas Ingwer.

Zum Geschmacks-Hit wird der APFEL-SALAT freilich erst in Kombination mit anderen Zutaten, wie z.B. mit Blattspinat und Schafskäse.

300 Gramm Blattspinat und einen Apfel waschen, beides in kleine Streifen oder Würfel schneiden. Für das Dressing drei Eßlöffel Olivenöl und ein Eßlöffel Zitronensaft mischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Eine Hand voll Walnüsse zerhacken, 100 g Schafskäse zerbröseln und die Zutaten auf der Blattspinat-Apfelmischung verteilen. Mit dem Dressing vermengen, ca. 5-10 Minuten durchziehen lassen und ggf. mit etwas geröstetem Weißbrot servieren.

P.S. Ob Sie die Äpfel erst vierteln und dann mit dem Messer abschälen oder sie kreisrund mit einem Apfelschäler enthäuten, bleibt Ihre höchst eigene Apfel-Philosophie.

 

Petra
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