sei es als Heilmittel, aber auch in der Pflege und im Haushalt.

So ist Natron (= Natriumhydrogenkarbonat) einfach ein perfektes Hausmittel als Entkalker und Geruchsneutralisierer, und das besonders umweltschonend. Es ist als preiswertes Pulver und in Tablettenform in jedem Drogeriemarkt erhältlich.

Machen Sie ihren Allzweckreiniger, Weichspüler oder Entkalker doch selbst.

Für einen halben Liter Reiniger benötigen Sie:

  • 2 Teelöffel Natron
  • 2 Teelöffel geriebene Kernseife
  • 2-3 Spritzer Zitronensaft
  • 2 Tassen lauwarmes Wasser

Die Kernseife in einer Tasse Wasser z.B. in der Mikrowelle erwärmen und mit dem Zitronensaft und einem Teelöffel Natronpulver verrühren. Etwas abkühlen lassen und in eine Sprühflasche füllen –  fertig bzw. wie üblich anwenden.

Auch trocken aufgestreut kann man Polsterstoffe damit reinigen (insbesondere gegen Fettflecken und zur Farbauffrischung).

Damit Wäsche schön weich wird,

1-2 Eßlöffel Natron zum Waschmittel geben und die Wäsche wie gewohnt waschen.

Wer zusätzlich noch einen blumigen Geruch in die Wäsche zaubern möchte, einfach ein paar Tropfen Blütenessenz oder einen Duft ihrer Wahl in’s Waschmittelfach geben.

Um z.B. den Wasserkocher natürlich zu entkalken,

  • ½ Tasse Essig und
  • ½ Tasse Natron in’s Wasserfach geben.

Dann den Wasserkocher mit Wasser auffüllen, einschalten und wie üblich zum Kochen bringen.   Abschließend das Reinigungswasser in den Abfluß gießen (wird durch die Natron-Essig-Lösung ebenfalls gereinigt) und den Wasserkocher mehrmals mit Leitungswasser nachspülen.

Natron sorgt für ein basisches Milieu und hemmt so das Wachstum von Bakterien auf der Haut, die Pickel und Geruch auslösen können.

Als Mundspülung ein Glas mit Wasser füllen

  • 1 Teelöffel Natron hinzufügen
  • und 2-3 mal täglich damit gurgeln.

Bei empfindlicher Haut hilft eine Gesichtsmaske aus Natron entfernt abgestorbene Schüppchen und Kokosöl spendet Feuchtigkeit.

  • 1 Teelöffel Natron
  • 1 Teelöffel Kokosöl

Zu einer Paste vermengen und dünn auf dem Gesicht auftragen. Dann 10-15 Minuten einwirken lassen und mit lauwarmen Wasser abspülen.

Natron ist auch als Deo einsetzbar.

  • 100 ml Wasser in einem Topf erhitzen und darin
  • 1-2 Teelöffel Natron auflösen.

Nach Belieben ein paar Tropfen ätherischen Öls (z.B. Lavendel, Rose oder Vanille) dazugeben und verrühren.  Abschließend in eine alte Sprayflasche geben und wie ein Deo-Spray anwenden (vor Gebrauch immer gut schütteln).

Zu guter Letzt bringt Natron auch unseren Basen-Säure-Haushalt wieder in’s Gleichgewicht, d.h. Natron wirkt einer Übersäuerung im Körper entgegen. Zum Thema Säure-Basen-Haushalt gegen Ende noch etwas mehr.

Ein Fußbad z.B. macht die Zugabe von Natron nicht nur samt weiche Füße, es kann auch gegen Schweißfüße helfen.

In eine Schüssel mit lauwarmen Wasser 3 Teelöffel Natron geben; wer mag kann im Sommer zusätzlich auch etwas Pulver direkt in die Schuhe geben (habe ich aber noch nicht ausprobiert).

In der Erkältungszeit helfen die entzündungshemmenden Eigenschaften von Natron bei Schnupfen oder Halsschmerzen (meine Mutter hat darauf geschworen) auch gegen Keime, Viren und Bakterien. D.h. im Akutfall

  • 1 Teelöffel Natron (Vorbeugung ½ Teelöffel)
  • In ein Glas Wasser geben und davon mehrere Tage 2-3 mal täglich trinken.

Verspürt man einem ausgiebigen Essen Magendruck, Völlegefühl oder eine leichte Übelkeit, ist ein Natron-Trunk als Verdauungshilfe ebenfalls geeignet.

  • ½ Teelöffel Natron
  • 1 Prise Salz

in einer Tasse lauwarmen Wasser auflösen und langsam trinken.

Seine basischen Eigenschaften neutralisieren die überschüssige Säure im Magen und der Magen wird schnell wieder beruhigt. Die Lösung soll auch gegen Sodbrennen helfen, welches mich Gott sei Dank (bisher) nicht plagt.

Wer mehr Einsatzmöglichkeiten kennenlernen möchte, findet diese hier:

https://www.smarticular.net/anwendungen-fuer-natron-das-wundermittel-fuer-kueche-haus-garten-und-schoenheit/

Eine Übersäuerung wird als Acidose (lat. acidum = Säure) bezeichnet. Unter einer chronisch latenten Azidose (CLA) versteht man eine dauerhafte, schleichende Form der Übersäuerung in den Körperzellen und Organen.

Dabei hat besagte Übersäuerung nichts mit Sodbrennen zu tun und ist keine Erkrankung im eigentlichen Sinne;  vielmehr ist sie eine Funktionsstörung hinter einer Erkrankung.

Typische Symptome einer chronischen Übersäuerung gibt es nicht. Jeder Betroffene hat seine typische „Schwachstelle“. Allgemeine Hinweise auf eine Säuren-Basen-Dysbalance können sein

  • Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsstörungen
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Verminderte Stressresistenz
  • Muskel- und Gelenkschmerzen

Ursachen, Diagnose, Behandlung:

In der ersten Lebenshälfte wird der Organismus noch gut mit den Säureüberschüssen fertig. In späteren Jahren, wenn die Leistungsfähigkeit der Niere als Haupt-Ausscheidungsorgan von Säure sinkt, kommt es häufig zu ersten Beschwerden. Im Stoffwechsel fällt als „Abfallprodukt“ Säure an. Darüber hinaus entsteht Säure, wenn eiweißreiche Lebensmittel verarbeitet werden. Jedoch bestehen im Durschnitt nur etwa 20 Prozent unserer Ernährung aus Basenbildnern wie Obst, Gemüse, Salat und Mineralwasser.

Der pH-Wert der Nahrung selbst sagt dabei nichts über ihre säure- oder basenbildenden Eigenschaften aus. Saure Zitrusfrüchte beispielsweise werden basisch verstoffwechselt. Eiweiß in Milchprodukten wird dagegen sauer verstoffwechselt.

PH-Teststreifen für den Urin sind in Bezug auf den Zustand des Säure-Basen-Haushalts jedoch umstritten. Sie messen nicht den Säurewert im Gewebe, sondern lediglich den des Urins, der je nach Tageszeit oder Ernährung sehr stark variieren kann. Nur ein Labortest kann den Säure-Basen-Status des Körpers zuverlässig bestimmen.

In der Schule haben wir gelernt, dass eine Base eine Säure neutralisiert. Die beste und natürlichste Möglichkeit für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt ist mithin eine basenüberschüssige Ernährung (also viel Obst und Gemüse) und eventuell die Ergänzung durch ein entsprechendes Präparat. Meines Wissens wirbt Moderatorin Birgit Schrowange seit einiger Zeit für eine Einnahme.

Weitere Infos unter dem Stichwort “Basentherapeutika“.

http://www.saeure-basen-ratgeber.de/ziel-risikogruppen/uebersaeuerung-schmerzpatienten/?gclid=EAIaIQobChMIro7OvLzF3gIVheFRCh1jwAA4EAAYASACEgJog_D_BwE

Eine Basentherapie bedingt sicherlich keine unmittelbare Fitness oder schmerzlindernde Wirkung. Im Rahmen einer ganzheitlichen Therapie kann sie jedoch Regenerationsvorgänge unterstützen.

… damit die Chemie im Körper wieder stimmt.

Petra
Autor

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