… wenn das Gute liegt so nah? Manchmal scheint das zu stimmen.

Dieser Spruch hat sich im Corona-Jahr sicher schon oft bewahrheitet. Freilich gibt es Örtlichkeiten im In- und Ausland die so einmalig sind, daß man sie sofort erkennt und nicht missen möchte. Reisen und fremde Kulturen erfahren ist für mich seit Kindheit an sehr wichtig und manchmal muß ich einfach „raus“ und brauche einen „Tapetenwechsel“. Dann möchte ich Pinien riechen, salziges Wasser schmecken, schroffe Felsen besteigen oder den Zikaden bei einem exotischen Abendessen lauschen.

Jeder hat seine Lieblingsbilder im Kopf, … Kopfkino als kleine Flucht für zwischendurch. Hier sind meine „Auszeit-Fluchtpunkte“ der letzten drei Wochen:  Nein, ich war nicht der Toskana, nicht der Provence, nicht in Tunesien und auch nicht im romantischen Flandern.

Ich war einfach nur in einem 35-Kliometer- Radius rund um meinen Wohnort Speyer nahe der Pfälzer Weinstraße bei Bad Dürkheim unterwegs.

Dieses süd-europäische Erbe in der Pfalz kommt natürlich nicht von ungefähr: Im Zuge ihrer Eroberungen drangen die Römer vor über 2000 Jahren bis zum Oberrhein vor. Dadurch waren die Pfälzer seit Cäsars Eroberung von Gallien Einwohner des Römischen Reiches. Bei der Besiedlung der germanischen Provinzen am Rhein brachten die römischen Legionäre ihre Kultur und ihre Traditionen mit. Zahlreiche heute einheimische Pflanzen wie die Kastanie und die Walnuss wurden von ihnen einst aus Italien eingeführt. Der einflussreichste Import war jedoch die Rebe, die den Anbau des weithin beliebten Pfälzer Weins erst möglich machte.

Dabei ist dies nur eine kleine willkürliche Auswahl an interessanten Orten in der Pfalz. Also, carpe diem. Wer sich einmal auf eine spannende Zeitreise begeben und die gezeigten Orte  selbst besuchen möchte, wird unter folgenden Stichworten  im Internet fündig:

Römervilla/ Römisches Weingut Kallstadt

Lavendelfelder Klostermühle Edenkoben

Hotelgarten Meurer Großkarlbach

Burgruine Limburg/ DÜW

Steinbruch Kriemhildenstuhl/ DÜW

Binshof Therme Speyer

Weindorf Friedelsheim

In Bad Dürkheim steht seit 1934 übrigens auch das größte Faß der Welt. Gebaut wurde es aus 200 Schwarzwald-Tannen bzw. 178 Faßdauben mit je 15 Meter Länge. 1,7 Millionen Liter Wein hätten angesichts des Durchmessers von 13,5 Meter darin Platz.  Flüssigkeiten werden darin jedoch nur in kleinen Mengen gelagert, denn von Beginn an befindet sich darin ein Restaurant, daß 150 Gästen Platz bietet und überwiegend regionale Spezialitäten serviert. https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCrkheimer_Riesenfass

Gerade findet in Neustadt – wie alljährlich – die Wahl der Deutschen Wein-Königin statt.  Ich war vor drei Jahren bei der Wahl live dabei. Hut ab vor der Sachkenntnis und der  Schlagfertigkeit der Kandidatinnen. Hier sagt man:  Zum Wohl die Pfalz!

 

 

 

 

Petra
Autor

Write A Comment