Nicht Göteborg, nicht Gothland, sondern das Fischerdörfchen Gothmund. https://de.wikipedia.org/wiki/Gothmund

Im hohen Norden gibt es unweit Lübecks kaum einen idyllischen Ort zum geruhsamen Spazierengehen abseits jeglichen Trubels zwischen Rosenhecken und reetgedeckten Fachwerkhäusern. Für mich ist Gothmund eine Mischung aus Hiddensee, Sylt und der Isle of Wright vor; nur eben alles auf wenigen Quadratkilometern.

Im Laufe der Zeit wurden nach ein paar Fischerkaten 18 feste mit Reet gedeckte Häuser  errichtet. Die meisten davon stehen inzwischen unter Denkmalschutz. Stellenweise mutet das gesamte Ensemble des Bilderbuchdorfes wie eine Künstlerkolonie ähnlich Worpswede an. Zwar ist die Fischerklause mit Biergarten und Blick auf die Trave seit 2006 geschlossen und es gibt keinen zentralen Dorfplatz, dennoch ist ein Schlendern entlang des schmalen autofreien Fußweges (Fischerweg) jede Minute wert. Einfach sehen, entdecken und genießen und auch mit einigen der 80 Einwohner in’s Gespräch kommen.

Die besondere topografische Lage zwischen (Schilff)-Lagune und Steilufer bedingt ein eigenwilliges Siedlungsbild. Zwischen dem kleinen Fischereihafen und den Häusern befinden sich Gartenflächen mit Geräteschuppen und Bootsanlegern. Diese Flächen werden auch heute noch von ansässigen Fischereibetrieben genutzt. Im Hafen von Gothmund sind somit einige aktive Fischerboote zu entdecken, welche regelmäßig zum Fischfang in die Ostsee auslaufen. Beobachten kann man die Ostsee-Fischerei bspw. am nahen Brodtener Steilufer, das einen weiten Panoramablick über die Lübecker Bucht bietet.

Von hier aus ist es nur ein Katzensprung zum schönen weitläufigen Timmendorfer Strand, d.h. einem erfrischenden Bad in der Ostsee. Jeder findet hier – auch in Corona-Zeiten – sein „Fleckchen Auszeit“. Und sollte das Wetter nach dem Besuch von Gothmund mal zu wünschen übrig lassen, dann bummeln Sie doch einfach durch die Altstadt von Lübeck – einem wahren Juwel aus der Hansezeit.

Apropos gesunde, ungezwungene Auszeit.

Wer nicht selbst eine Sauna samt Whirlpool im Hause hat und sich mal wieder nach etwas Wellness sehnt, wird aktuell unter dem Stichwort „Private Spa“ in vielen Regionen Deutschlands fündig. Private Anbieter oder auch Hotels bieten in Absprache mit den lokalen Behörden nämlich ihre Spa-Einrichtungen und/ oder Suiten mit Wellness-Ausstattung für Jedermann an. Nach Terminvereinbarung kann man diese kleinen Oasen stündlich oder auch länger (als Paar oder pro Haushalt) problemlos buchen (ohne C-Test oder gar Impfung) und unbesorgt genießen. Es gibt keinen Kontakt zu anderen Personen, abgesehen von einer kurzen Einweisung zur Bedienung der Installationen.

Ich hatte Mitte April die „Royal Suite“ (rund 60 Quadratmeter) des Kurhotels in Bad Dürkheim ausprobiert und war mehr als zufrieden. Die Einrichtung war/ ist asiatisch-elegant gehalten und bot/ bietet zum „Plantsch“ nicht nur verschiedene Badesalze, Duftöle und Cremes, sondern auch Obst und verschiedene Getränke an. Samt eigener Dusche/WC und Lounge-Ecke alles hygienisch und exklusiv individuell; keine sonstigen Stimmen, nur dezente meditative Klänge. Die „Hütten-Sauna“ mit Alpencharme verfügt über ein kleines Kaminfeuer, das orientalische Dampfbad überzeugt mit einer angenehm langen, geschwungenen Mosaik-Liegebank und der 1,50 x 2 Meter große Whirlpool sprudelt per Knopfdruck. Entspannung pur. Die Zeit vergeht nicht nur im Flug, man fühlt sich danach wie aus der Zeit katapultiert. https://beautylounge-badduerkheim.de/behandlung/private-spa-suite-royal-suite/

Wie hatte ich das vermißt! … und drum herum noch ein wunderschön angelegter kleiner Kurpark.

 

Anmerkung: ausschließlich persönliche Empfehlungen, keine Kooperation
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