Hier säumen unzählige Giebel- und Traufenhäuser aus Backstein die Kopfsteinpflasterstraßen und rechts und links davon blüht im wahrsten Sinne des Wortes die Caféhaus- und Kulturszene. Hübsche kleine Läden mit allerlei Kunsthandwerk und Galerien laden zum Verweilen ein. Der Durchblick in die diversen von den ruhigen Straßen abzweigenden Hinterhöfe läßt jedes Architektur- und Gärtnerherz höher schlagen. In diesem Ambiente zu Stöbern und zu Flanieren macht einfach zu jeder Jahreszeit Spaß.

In einem der lauschigen Cafés wird ausschließlich Käsekuchen verkauft – kein Witz! Es gibt ihn hier in allen Varianten; mit und ohne Boden, mit Topfen oder vielen verschiedenen Fruchteinlagen. Von den 30 Sorten werden im „Guam“ täglich 8-10 frisch gebacken; mal  kreisrund, mal eckig.

Kaum zu glauben, aber in den 80-iger Jahren wären diese historischen Backsteinbauten beinahe abgerissen worden, so marode waren sie. Heute wohnt man gerne hier. Nur dem Denkmalschutz war es nach dem Mauerfall zu verdanken, daß es diese vier Karrees noch gibt. D.h. das Viertel wurde für rund 235 Mio EURO umfassend saniert.

Seinerzeit war es Friedrich-Wilhelm I. , der die 134 Häuser zwischen 1734 und 1742 von Baumeister Johan Boumann entwerfen ließ, um holländische  Siedler anzulocken. Denn diese hatten allerlei handwerkliches Wissen zu bieten, wie z.B. die Trockenlegung von Sumpfgebieten und die Seidenweberei. Zudem liebte der „Soldatenkönig“, der Handwerker für den Ausbau seiner Garnisonstadt brauchte, das Land an der Nordsee.

Aber die Stadt unweit Berlins hat noch viel mehr zu bieten. Anderenorts glaubt man sich gar in Italien oder Rußland zu befinden. Davon bei Gelegenheit mehr.

Kurzum, die Rede ist von POTSDAM, der Residenz der preußischen Könige. Die 175.000 Einwohner zählende Stadt (Hauptstadt Brandenburgs) zeichnet sich aber nicht nur durch viele imposante Gebäude mit Geschichte aus, überall stößt man auf weitläufige Parks und glitzernde Seen. Auch die Filmschaffenden von Babelsberg schwärmen von der einmaligen Kulisse und nicht umsonst wohnen hier auch die „Schönen und Reichen“ besonders gerne. Wie z.B. Quizmaster G. Jauch, Eislaufstar K. Witt oder Designer W. Joop (inzwischen auch in Hamburg ansässig).

Potsdam, der Schloßpark von Sanssouci und sein vielseitiges Umland ist für alle da. Romantische Refugien wie das Dörfchen Caputh (schon Albert Einstein genoß hier seinen Havelblick), die Insel Werder oder die Beelitzer Heilstätten vor den Toren der Stadt sind nicht nur am Wochenende attraktive Ausflugspunkte für gestresste Großstädter. Alles ganz nah und auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Also nicht „JWD“,janz weit draußen, wie der Berliner es sagen würde.

 

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