Was ich in den August- und Septembertagen am liebsten esse: Pflaumenkuchen. Und zwar den vom Kuchenblech mit wenig Teig, viel Obst und im besten Fall einer großen Portion Sahne obendrauf!

Was mir an der Pflaumensaison nicht so schmeckt ist das Selberbacken und die lästigen Wespen, die einem das gute Stück gerne streitig machen. Zugegeben, es gibt weitaus bessere Bäcker als mich und deshalb überlasse ich gerne jenen das weite Pflaumenkuchenfeld, die wirklich was davon verstehen.

Dann und wann schwinge ich hingegen doch tatsächlich gerne den Kochlöffel, insbesondere in Momenten, wo Zeit für eine stressfreie Zubereitung bleibt. Wenn – ja wenn – das so ist, probiere ich einfach Dinge, von denen ich mir vorstellen kann, dass sie gut miteinander harmonieren und am Ende ein leckeres Gericht daraus wird. Also ganz ohne Kochbuch, auch nicht mit reinschielen, abgucken, abwandeln oder sonst noch was. Und was liegt da in der Zwetschensaison näher, als mal einen Hauptgang mit Pflaumen zu komponieren.

Folgende Zutaten habe ich verwendet:

2 Zucchini

400 gr. Hackfleisch (z. B. gemischtes)

1 rote Zwiebel, in Würfeln

1 Tasse Schinkenspeckwürfel

8 Pflaumen, entkernt, in Würfeln

3 gehäufte Esslöffel Pflaumenmarmelade

1 gehäuften Esslöffel Mascarpone

1 Peperoni gehackt

Geriebener Mozzarella zum Überbacken

Zubereitung:

Zucchini waschen, trockentupfen, längs halbieren und aushöhlen. Je nach gewünschter Festigkeit ggf. kurz separat blanchieren. Zucchinifleisch von 1 Zucchini, Zwiebel und Pflaumen in Würfel schneiden. Das Hackfleisch in der Pfanne scharf anbraten, die Zwiebeln dazugeben und mitbraten. Dann die Speckwürfel hinzugeben. Wenn alles gut gebräunt ist, das Zucchinifleisch sowie die Peperoni zugeben und etwas köcheln lassen. Anschließend die Pflaumen unterheben und den Löffel Mascarpone ergänzen. Sobald die Mascarpone-Creme geschmolzen ist, die Pflaumenmarmelade ergänzen und die Zucchini-Füllung mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nun die vorbereiteten Zucchini-Hälften füllen, mit geriebenem Mozzarella bestreuen und bei 150° Umluft 20 Minuten ab damit in den Ofen. Als Beilage habe ich ein Fladenbrot gewählt, das ich 5 Minuten vor „fertig“ noch mit in den Ofen gegeben habe.

Während der Garzeit hab‘ ich die Küche wieder auf Vordermann gebracht 😊 und den Tisch dekoriert

Na du Pflaume
Ich mag’s gerne schön – wie sagt man doch: die Augen essen mit und so ist es auch.

Wissenwertes über die Pflaume

Die kleine Schwester der Pflaume ist die Zwetschge. Beide sind ein vitaminreiches Gesamtpaket, die neben Provitamin A, Vitamin C und E verschiedene Vitamine aus der B-Gruppe (gut für die Nerven) enthalten. Durch ihren hohen Fruchtzuckeranteil liefern sie schnell Energie. Ihre Schale enthält wertvolle Ballaststoffe, weswegen sie gegen Darmträgheit helfen sollen. Darüber hinaus enthalten sie Eisen, Magnesium, Kalium, Kupfer, Zink und wichtige Mineralstoffe. Deshalb galten sie schon bei den Römern als Heilobst.

Also dann, lasst euch die Pflaumenzeit schmecken!

PS: Mein leckeres Nudel-Bolognese-Rezept findet ihr hier!

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