Ich meine, es ist höchste Zeit in einem Post mal über Schönheitsideale und das Verhältnis zum eigenen Körper nachzudenken. Wir Frauen werden immer wieder in das gleiche Bild gedrängt: Kleidergröße 36, mindestens 170 groß, demnach schlank und im besten Fall faltenfrei, mit Lippen von Angelina Jolie. Der Haken daran: so ist es nicht. Dass das eigene Körperbild in den meisten Fällen nicht dem (Insta-) Ideal entspricht, führt leider ganz häufig dazu, dass sich Menschen nicht so annehmen können, wie sie sind; sich deswegen schlecht fühlen. Es sogar ihr Handeln beeinflusst. Und ich denke an Situationen, wie beispielsweise am Strand, wo insbesondere kurvigere Frauen vermeiden, sich mit Badeanzug zu zeigen oder auch bei Gruppenfotos, wenn sich jemand extra nach hinten stellt. Sie denken, sie sind nicht schön genug. Hier kommt der Gegenbeweis:

Curvy Model Manuela Schneider im Badeanzug

Body Positivity

Ich bin der Meinung, dass wir den Stellenwert, den wir SCHÖNHEIT ganz allgemein durch eine Vielzahl von Einflüssen heute zuschreiben, dringend hinterfragen müssen. Und ist nicht die innere Schönheit eines Menschen zweifelsohne wichtiger, als die vergängliche Hülle? An dieser Stelle haben wir der Body-Positivity-Bewegung eine Menge zu verdanken, denn sie sensibilisiert mehr und mehr Frauen dafür, wie unrealistisch und diskriminierend unserer Schönheitsideale sind. Es ist total wichtig, in diesem Sinne weiter für mehr Diversität zu kämpfen. Weil es genau das ist, wie wir sind, nämlich total unterschiedlich. Und irgendwie muss das ja auch so sein.

Mode kennt keine Grenzen, weder beim Alter, noch bei der Figur

Dabei zu glauben, dass man eben nur in Konfektionsgröße 36 gut aussehen kann, ist einfach ein Irrglaube. Mit den Jahren verändert sich bei vielen Frauen die Figur, insbesondere dann, wenn FRAU in die 2. Pubertät (so nenne ich die Wechseljahre ganz gerne, weil ich Menopause einfach nur doof finde) kommt. Schnell sind es dann bei Frauen meiner Generation und älter ein paar Kilos mehr, was doch vielen den Mut für tolle Mode nimmt. Gleiches gilt für all‘ jene, die eben schon immer etwas mehr auf den Rippen haben. So what?! Jeder darf sein wie er ist und braucht deswegen nicht auf trendige Klamotten zu verzichten oder sich gar in schlichter Kleidung verstecken.

Manuela im figurbetonten Kleid mit Longjacke.

 

Das Gegenteil sollte der Fall sein, denn schöne Mode mit Mustern und Schnitten, die der Figur schmeicheln, führen nicht nur zu einem besseren Selbstbild, sie stärken auch das Selbstbewusstsein und bringen einen ganz entscheidenden Wohlfühlfaktor in den Alltag. Dass es richtig tolle Mode auch für größere Größen gibt und wie man die gekonnt in Szene setzt, dafür ist Manuela ein Paradebeispiel. Seit Jahren modelt sie und beherrscht das Spiel mit Farben, Formen und Mustern perfekt. Ich bin immer wieder total begeistert, Fotos von ihr zu sehen und wir arbeiten für meine Kolumne auf Bild der Frau.de gerne zusammen. Natürlich mit gutem Grund: wir wollen für Diversität werben und zeigen, dass Mode keine Grenzen kennt. Und noch mehr fällt auf: Es gibt eine Reihe von Styles, die ihr deutlich besser stehen als mir, wie zum Beispiel das Spitzenkleid auf dem Foto.

Manuela im Spitzenkleid

 

Ein Kleid, das ihr viel besser steht als mir, weil sie eben hat, was ich nicht habe, nämlich Kurven. Noch mehr Anregungen für stylische Looks von Manuela findest du auch auf ihrem Instagram-Account!

Ich kann nur sagen, fühl‘ dich einfach gut, wie du bist und trau‘ dich, auch modisch von Normen abzuweichen!

Ein Gastbeitrag

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