Obwohl Gin seit Jahren wieder voll im Trend liegt, ist er bei mir bis dato nicht wirklich angekommen, was vermutlich einfach daran liegt, dass ich zu wenig über den klaren Alkohol weiß und außer den Klassikern – Gin Tonic & Gin Fizz – wenig von den trendigen Hipster-Mix-Kreationen probiert habe.
Dabei ist das Storytelling mehr als verheißungsvoll, werden die Drinks doch aktuell so gehyped, dass man am Gin nur schwerlich vorbeikommt. Wer in ist, trinkt Gin. Wäre Gin also ein Mensch, trüge der 100%ig einen Vollbart und eine Hornbrille.

Zu diesem Bild passt in meiner Vorstellung irgendwie, dass der Trend-Mix eine sehr lange Geschichte hat, die ihren Anfang in den Niederlanden genommen hat. Erfunden wurde der Gin dort von einem deutschen Arzt. Die Geschichte sagt, dass spätestens seit dem 16. Jh. ein Schnaps mit Wacholder unter dem Namen Genever (abgeleitet vom lateinischen Namen des Wacholders) als Getränk und Medizin gebrannt wurde. Als Erfinder gilt der Hanauer Franz de la Boë, alias Franciscus Sylvius, der mit seinem Genever u. a. Fieberanfälle behandelte. Von dort aus machte sich der neuartige „Brand“ auf den Weg in die Welt und zählt heute rund um den Globus zu den angesagtesten Mix-Getränken. Mittlerweile bringt es der Gin lt. Gin Map auf 5.498 unterschiedliche Gin Sorten, die in mindestens 68 unterschiedlichen Ländern hergestellt werden.

Wild Berry
Obgleich ich mir nicht zutraue, jemals zum Gin-Kenner zu avancieren, habe ich doch einen Gin-Longdrink gefunden, der zu 100% mein Geschmacksprofil trifft. Und das kam so: wir besuchten Freunde, die uns als Begrüßungsdrink einen Gin-Mix anboten. Meine assoziative Begeisterung hielt sich aus unerklärlichen Gründen in Grenzen, aber da so ein Hirn doch in Millisekunden eine Entscheidung trifft, überwogen Neugier und Farbe. Ein schönes klares Pink im Longdrink-Glas mit aneinander klirrenden Eiswürfeln, da konnte ich einfach nicht >nein< sagen. Noch besser der Geschmack, der auf das Anstoßen folgte.
Es ist eine Note von frisch-herbem Berry mit einer leichten Süße wilder Beeren. Der Gin ist keineswegs dominant, sondern fügt sich harmonisch ein und ergibt eine sommerleichte, süffige Komposition, die dazu verführt es nicht bei einem Glas zu lassen.

Hier die Zutaten:

  • LARIONS ROSÉ PREMIUM GIN
  • WILD BERRY VON SCHWARZWALD SPRUDEL

Die Zubereitung ist kinderleicht! Man mixe die beiden Komponenten einfach im Verhältnis 2/3 und 1/3, also 2/3 Wild Berry und 1/3 Gin. Ein paar Eiswürfel dazu und fertig ist ein köstlicher Sommer-Longdrink! Hinweis: Unbedingt Wild Berry von Schwarzwald Sprudel verwenden. Alle Tonics, die ich alternativ ausprobiert habe, eignen sich nicht.

Larios Rose Gin

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