In der Tat tragen sie uns und zwar von Früh bis Spät, Tag für Tag und die meisten ein ganzes Leben lang. Unsere Füße. Dafür, dass wir mit ihnen aufs Leben gesehen im Schnitt und grob ermittelt 170.000 km laufen, kommen sie beim Thema Gesundheit nach meinem Geschmack zu kurz. Und es fällt auf, dass Trainingseinheiten in aller Regel keine Übungen für die Füße vorsehen, obwohl wir sie für die allermeisten sportlichen Aktivitäten brauchen.

Wenn die Füße nicht mehr gehen

Wie wichtig die Füße sind, ist mir eigentlich erst bewusst geworden, als ich mir beim Laufen die Fibulas direkt über den oberen Sprunggelenken an beiden Beinen brach. Es waren sogenannte osteoporotische Brüche und das im Alter von 46 Jahren. Da war ich geschockt, denn man stellte fest, dass meine Knochendichte der einer etwa 100jährigen entsprach. Als es passierte war ich zum Glück auf dem Rückweg von einer Laufrunde. Die letzten 200 m nach Hause kroch ich förmlich, denn die Schmerzen auf meinen Füßen zu stehen – geschweige denn zu gehen – waren einfach unerträglich. Ich verbrachte die folgenden 4 Wochen mit Schienen von den Füßen bis zur Kniekehle und auf Krücken. Es war der blanke Horror.

Als die Brüche verheilt waren, fing ich an, mich um meine Fußgesundheit zu kümmern. Es ging damit los, die Beweglichkeit und Belastbarkeit wieder auf das alte Niveau zu bringen. Den Fuß schön langsam im Kreis zu rollen, war eine der ersten Übungen. 10 x nach rechts und dann 10 x nach links. Die Zehen einzeln in Bewegung zu bringen, klappte auch nicht sofort. Natürlich weiß der Kopf wie es geht, aber es hat eine Weile gedauert, bis die Befehle wieder an den Zehen ankamen und sie dann endlich wieder machten, was sie sollten. Das mag jetzt alles ganz easy und lapidar klingen, aber wer einen Versuch wagt wird sehen, dass es mitunter gar nicht so einfach ist. Wer also nicht aus Schaden klug werden will, der integriert in seine Trainingseinheiten Übungen für die Fußgesundheit. Tolle Tipps und Anregungen für den Alltag findet ihr hier. Übrigens sind Treppen auch ein hervorragendes „Übungspflaster“.

Frauen und Füße

Wir Frauen haben ja ein ganz besonderes Verhältnis zu unseren Füßen. Weniger im Allgemeinen, mehr im Besonderen. Und zwar deshalb, weil wir im Gegensatz zu den Männern auch auf 10 cm hohen Absätzen Gehversuche wagen. Nicht jede Frau beherrscht auf Zehenspitzen die perfekte Gangart, aber es wird schon viel versucht, um Gott etwas näher zu kommen. Auf die Füße nimmt da keiner Rücksicht. Weder die (Schuh-) Designer noch die unendlich vielen Frauen, die sich die Füße damit buchstäblich kaputtlaufen. Im schlimmsten Fall sind Langzeitschäden die Folgen davon. Übrigens nicht nur an den Füßen. Und ganz ehrlich: kaputte, deformierte Füße habe ich auf dem Laufsteg schon viele gesehen. Auch an sehr jungen Mädels. Ich kann also nur raten, mit den hohen Hacken sehr dosiert umzugehen und dem Fuß immer wieder normales Schuhwerk, also welches, das zum Fuß passt, zu gönnen. Im besten Fall kombiniert mit Übungen, die den Füßen zugutekommen.

Und noch etwas ist besonders am Frauenfuß: Er besticht im Sommer doch sehr gerne mit Lack auf den Zehen. Um ganz ehrlich zu sein, ich liebe gepflegte Füße. Also welche ohne Hornhaut oder Risse, ohne Trauerränder, ohne schmutzige Sohlen und eben mit einer schönen Farbe auf den Zehen. Das gelingt ganz ohne fremde Hilfe oder auch mit. Denn schließlich darf man sich ja auch ab und zu eine richtig tolle Fußpflege vom Profi können. Als kleines Dankeschön an die, die uns jeden Tag zuverlässig durchs Leben tragen. So viermal rund um den Globus – am Äquator, versteht sich 😊.

Füße

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