Mode hat sie gelernt.

Das sieht man. Das spürt man.
Sofort.

Mit Studium und Abschluss und allem Pipapo. Man kann es sehen und fühlen. An jeder Naht, an jedem Knopf, an der Verarbeitung, an der Hingabe, schöne Kleidungsstücke zu entwerfen und anzufertigen. Darüber hinaus alten Stoffen ein neues Leben zu schenken, weiter zu denken und zwar über unseren sinnlosen Konsum hinaus, das macht Aivin aus. Sie denkt neu, auch in Sachen Mode. Also: warum nicht nur das haben, was man braucht oder sich wünscht? Mode on demand eben.

Wir haben darüber berichtet 😊

Hier geht’s zu den Stories:

Weniger haben, mehr sein – BLUSHstories

Mein Studium war richtig schön“,

sagt Aivin zu mir. Als sie mit allem durch ist und anfängt zu arbeiten, fragt sie sich, ob es das ist, was sie für den Rest ihres Lebens will. Jeden Tag ins Atelier gehen – „nur“ Mode machen?

Aivin im Atelier – Foto: Karlotta Ober

 

Sie hat sich erlaubt, mit NEIN darauf zu antworten. Gegen alle Erwartungen und Anforderungen von außen.

Denn die Uhren ticken ja eigentlich anders. Schule, Abi, Studium, Karriere, heiraten, Kinder, Eigentum erwerben, Rücklagen aufbauen, Rente – fertig. Wenn du anders tickst, ist dein Umfeld entsetzt, gerät in Sorge. Oh je, wie willst du bloß‘ dein Geld verdienen?! Am Ende noch auf Kosten anderer leben?  Es darf nicht sein, was nicht sein kann und da fragt dann auch keiner nach deinem Lebensglück. Hauptsache, die Dinge laufen nach Plan. Geebnet von anderen, gestrickt nach gängigen Mustern, zementiert in Einbahnstraßen.

Blush Stories
Foto: privat

Aivin‘s Plan ist ein anderer geworden.

Nach einem Kampf mit sich selbst. Wie sie das erzählt macht Gänsehaut, denn natürlich haftet man an dem, was erwartet wird, was „normal“ ist, was man auch von sich selbst erwartet und gerät unter Druck. Da ist es nicht einfach, sich selbst zu enthaften, sich frei zu machen von Ängsten und Konventionen, gegen den Strom zu schwimmen. Aber nur das macht Muskeln. Und die braucht man auch und eine große Portion Mut obendrauf.

Aivin kündigt also. Geht von der Sicherheit in die Selbstbestimmung, um sich zu zentrieren und mit sich selbst zu beschäftigen. Was sie so antreibt ist ihre Überzeugung, dass ihre kreative Seite viel größer ist als Mode und ihre Talente und Leidenschaften weitere Wirkungsfelder brauchen. Sie probiert sich aus, hört anderen viel zu und entdeckt, dass auch „Nicht-Promis“ viel zu sagen haben. Neugierig saugt sie alles auf, schreibt Geschichten darüber auf ihrem Blog und macht Podcasts. So wie unsere, die so toll geworden sind, dass ich sie hier verlinke.

Unbedingt reinhören!

  • https://www.blushstories.com/spektrum/episode/2ff2eded/immer-auf-dem-sprung
  • https://www.blushstories.com/spektrum/episode/219d90ec/mitten-im-leben

(techn. Hinweis: Den Link am besten kopieren und in einem neuen Fenster öffnen)

Auch dieses Talent will sie professionalisieren und startet ein weiteres Studium an einer freien Journalistenschule. 1 Jahr, das sie sich nimmt, um von sich zu lernen, was sie alles kann, mit welchen sinnstiftenden Aufgaben sie sich zukünftig beschäftigen möchte. Sie hat den Anspruch auch Glück und Erfüllung in der Arbeit zu finden, denn schließlich macht das den Hauptteil des Lebens aus.

Blush Stories
Foto: privat

 

Sicher ist, dass sie auch in Zukunft daran arbeiten wird, die Rolle der Frau in unserer Gesellschaft zu stärken. Mut machen will, die Gestaltung des eigenen Lebens selbst in die Hand zu nehmen, auch als Frau. Egal, was die anderen sagen.

Aivin geht mit bestem Beispiel voraus und wir drücken ihr für ihre Engagements nicht nur fest die Daumen. Wir unterstützen sie, wann, wie und wo auch immer dazu die Möglichkeit besteht!

Blush Stories
Foto: privat

 

 

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