L’Union avec les enfants c’est notre force!

Und ja, wir sollten ein bisschen stolz sein. Auf das was wir geschaffen haben. Für uns, unsere Familien und unsere Nation – jeder von uns mit seinem Beitrag. Wir haben den Aufbau der Nachkriegsgeneration fortgesetzt und weiterentwickelt. Deutschland zu dem gemacht, was es heute ist. >Made in Germany< gilt etwas in der Welt. Gut fühlt sich das an und ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass es so bleibt. Die Welt ein bisschen besser verlassen, als ich sie vorgefunden habe, ist mein ausgesprochenes Ziel! Da kann man den Staffelstab nicht einfach fallen lassen, eine Abfindung kassieren, sich aufs Sofa legen und beklagen, was in der Welt alles schlecht läuft. Dass wir für den Ruhestand durchschnittlich betrachtet zu fit sind und zur Rentenfinanzierung zu alt werden haben mittlerweile auch die meisten Arbeitgeber erkannt. Die Zeiten, Erfahrung und Kompetenz in den Vorruhestand zu schicken, sind glücklicherweise vorbei. Zu groß sind die Lücken, die aufreißen – nicht nur menschlich. Asset, wie man es auch nennt, geht verloren und reißt bisweilen Krater. Auch junge Menschen beklagen das und berichten mir, dass es so wichtig ist, auf die Erfahrung der älteren Generation zurückgreifen zu können. Auf die ganze Fülle an Wissen, das sich über die Jahre angereichert hat. Anwender, die die alten Systeme und Programme kennen, wie ihre Westentasche. Sie sind voll mit Wissensdurst und Motivation, in unsere Fußstapfen zu treten. Zu übernehmen, was wir ihnen mitgeben können. Gleichzeitig gibt ihr junger, frischer Geist neue Ideen und kreative Ansätze, alte Zöpfe abzuschneiden und für eine Weile gemeinsam am Fortschritt zu arbeiten. Mit ihren Energien, die noch so unverbraucht und uneingeschränkt sind, machen sie sich auf den Weg und sind doch froh, wenn wir noch ein paar Meter mitgehen. Und wieder kommt mir das Bild vom Staffellauf vor die Augen, der nur zu gewinnen ist, wenn die Übergabe funktioniert. Vertrauen und Wohlwollen, ein 100% aufeinander abgestimmtes Timing und Training, mit dem Ziel des gemeinsamen Vorankommens sind im Sport selbstverständlich und sollten es auf den so unterschiedlichen beruflichen Ebenen sein.

Mentoring kann man auch dazu sagen.

Generationenvertrag

Ein weiterer, noch nicht sehr beachteter Aspekt kommt hinzu: Das sogenannte SPONSORING. Das assoziiert man üblicherweise mit Dingen, für die jemand Geld gibt. In einer gesunden Unternehmenskultur ist Sponsoring ein völlig immaterieller Wert, dessen Bereicherungspotential für beide Seiten unbezahlbar ist. Genauer gesagt geht es um die Netzwerke. In all den Arbeitsjahren, die hinter uns liegen, sind es am Ende doch die Verbindungen gewesen, die unseren Erfolg ausgemacht haben. Menschen arbeiten mit Menschen und nur wenn diese Verbindung stimmt, sie von gegenseitigem Vertrauen und menschlichem Miteinander geprägt ist, entwickelt sich nachhaltig solider Erfolg. Es ist an uns, dieses Netzwerk an Kontakten und Verbindungen weiterzugeben; unsere Nachfolger einzubeziehen und mit einzugliedern. Nur von uns können sie auch die menschliche Seite unserer Erfahrungen lernen. Wir können warnen, Ratschläge geben, vorstellen, Kontakte ebnen und begleiten. Ich sehe darin einen überaus wertvollen Aspekt, der einem guten Mentoring in nichts nachsteht. Gleichermaßen brauchen wir das Sponsoring der Jungen, wenn es um die Anwendung neuer Techniken geht. Viele Unternehmen bedienen sich zum Austausch und der internen Kommunikation neuer Plattformen, die mit der heutigen >Social Media< vergleichbar sind. Da sind die meisten Berufsanfänger bestens geübt und vorbereitet, haben ihre Netzwerke geknüpft und wissen, welche „Knöpfe“ zu drücken sind. Wie dankbar ist man da für jeden Hinweis. Unsäglich für mich die Vorstellung, Stunden mit der Suche nach dem „richtigen“ Klick zu verbringen, wo die Dinge am Ende erstaunlich einfach sein können. Auf diesem Gebiet, kann ICH noch so viel lernen und ich bin überzeugt es geht einer Menge Menschen 50Plus wie mir.

Generationenvertrag

Liebe Arbeitgeber, Selbständige und Politiker, ich bin Optimist und überzeugt, dass wir im Generationen-Staffel-Lauf noch einiges an Potential haben. Und da finde ich es jammerschade, dass es noch immer Berufsgruppen gibt, die einfach nach Hause geschickt werden. Jene, die noch „im Rennen“ bleiben wollen, sollten die Möglichkeit haben, ihr Wissen, ihre Werte, ihre Erfahrung und ihre Netzwerke an die jüngere Generation weiterzugeben. Noch gebraucht zu werden ist für uns „Alte“ zum einen ein wunderbares Gefühl. Zum anderen ist es doch auch so, wie ich eingangs geschrieben habe:

Die Verbindung zu unseren Kindern macht uns stark.

Wir sollten sie (an-)hören und solange wie möglich mit dem unterstützen, was wir zu geben haben.

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